Recap: Reiseblogger WG Mai 2019 in WolfenbĂŒttel

Reiseblogger WG WolfenbĂŒttel

Vom 16. Mai bis 19. Mai 2019 fand die Reiseblogger WG in WolfenbĂŒttel statt, der ich als Fahrradblogger aus verschiedenen GrĂŒnden beiwohnte. Im Recap beziehe ich mich auf die Veranstaltung als solche und nicht auf die Stadt WolfenbĂŒttel, ihre Museen und die wohl beste Spargelcreme-Suppe die ich je essen durfte!

Dich interessiert wahrscheinlich erstmal, was die „Reiseblogger-WG“ ĂŒberhaupt ist. Ich beschreibe es dir mit einem Satz: Die Zusammenkunft einer kleinen Blogger-Gruppe die sich zu Themen rund ums Bloggen, Reisen und Marketing austauscht und dabei im jeweiligen Ort in dem sie unterkommt, touristische AktivitĂ€ten vollzieht um anschließend sowohl fachlich als Blogger einen Mehrwert aus dem Event ziehen zu können, als auch literarisch und inhaltlich fĂŒr den eigenen Reiseblog. Sitzt schwer oder?

GegrĂŒndet hat die Reiseblogger-WG unser kollegialer Hostelmax und ist mit der WG in verschiedenen Versionen in und außerhalb Deutschlands unterwegs. In WolfenbĂŒttel haben sich neben Max und meiner Wenigkeit, noch Ulrike (littlebigvoyager.de), Beate (reiselust-mag.de), Luisa (sunnyside2go.de) und Peter (peterstravel.de) dem Event angeschlossen.

Als Fahrradblogger, der gerne Radtouren unternimmt, war es fĂŒr mich klar, dass ich WolfenbĂŒttel mit dem Fahrrad bereise. Also am 16. Mai das Fatbike aus dem Schuppen geschoben und auf zur WG. Das es regnet, von Anfang bis Ende des Tages, davon war bei der Planung keine Rede. Entsprechend regenfest mit VAUDE und The North Face Produkten ausgestattet, ging es los.

Fatbike Anreise nach WolfenbĂŒttel

Mittags im JugendgĂ€stehaus angekommen, warteten bereits Max und einige Teilnehmer. Ohne Kaffee, wohl bemerkt, aber dafĂŒr mit meinem ZimmerschlĂŒssel damit ich mich aus den dezent verdreckten Klamotten pellen kann. Danach haben wir uns im Seminarraum eingerichtet und mit den ersten fachlichen Themen begonnen. Da der Himmel vor Freude ĂŒber unsere Anwesenheit sowieso weinte, zog es bis zum Abendessen niemand mehr raus.

Fachliche Themen, ein gutes Stichwort und damit mache ich gerne weiter.

Fachliche Themen

Ich möchte mich kurz mit den Themen im Ansatz befassen, die wir in der Reiseblogger-WG in WolfenbĂŒttel behandelt haben. AusfĂŒhrlich wird das hier im Artikel nicht, aber wer sich fĂŒr mehr Details interessiert, kann ja in Zukunft einer WG beiwohnen. 🙂

Fachthemen der Reiseblogger WG

WordPress Plugins und Updates

Es kristallisierte sich ziemlich bald heraus, dass manch Blog sich vor Updates etwas scheut. DarĂŒber haben wir in der Gruppe gesprochen und auch direkt gehandelt. Zum Ende der Blogger-WG waren alle auf der aktuellen WordPress Version und alle Plugins sind ebenfalls auf dem aktuellen Stand.

Ich kann es verstehen, wenn man sich hier zurĂŒckhĂ€lt und Sorge hat, einfach ein Update einzuspielen. Schließlich lesen wir alle immer wieder in diversen Facebook-Gruppen von technischen Problemen nach Updates. Und wenn alles funktioniert, warum dann updaten? Wenn da doch nur nicht die Themen Sicherheit und KompatibilitĂ€t fĂŒr die Zukunft im Raum stĂŒnden. Final muss man sich nur bewusstmachen, dass im Fall von einem misslungenen Update immer ein Backup eingespielt werden kann. Im Zweifel – wenn man selbst keine Backups macht – ĂŒber den Anruf beim Webhoster.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Viel Stoff gab es im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO). Klar, jeder möchte natĂŒrlich möglichst viel Reichweite fĂŒr sein geschriebenes Wort. Da ist SEO, genau wie Social Media, eine treibende Kraft. Ich unterteile es deshalb mal in ein paar Kernthemen die behandelt wurden.

Aufbau und Struktur von Seitentiteln

Wir haben besprochen wie sich ein Seitentitel (stellv. fĂŒr den Titel aller Dokumente: Seiten, BeitrĂ€ge, Kategorien, Schlagworte etc.). aufbaut bzw. wie man ihn aufbauen sollte. Hier ging es um die Positionierung der eigenen Marke im Seitentitel, aber auch um die Nutzung von Emoji und anderen Stil-Elementen, durch die mehr Aufmerksamkeit auf einen Titel gelenkt wird. Am Ende wollen wir alle:

  • Rankings
  • Klicks
  • Leser

Und das geht nur dann wirklich gut, wenn auch die Seitentitel optimiert sind. Und ich bin mir sicher da wird sich bei einigen Teilnehmern in den nÀchsten Tagen viel tun.

Interne Verlinkung

Mit der internen Verlinkung wird nicht nur die Wertigkeit eines Dokuments innerhalb eines Projektes reguliert, sondern auch dessen Relevanz ergÀnzend zum Inhalt. Interne Verlinkung ist genauso wichtig wie der Rest vom Content, also Bilder, Text, Video usw. Die Teilnehmer der Blogger WG nutzen interne Links und setzen sie auch. Oft aber nur in dem sie bei den Artikeln die sie aktuell schreiben, auf Artikel aus der Vergangenheit verlinken.

Das ist normal und habe ich auch hĂ€ufig nur so gemacht. Wichtig ist aber auch das Bearbeiten alter Artikel und das HinzufĂŒgen von internen Links hin zu den neuen Themen. Damit das kein ewiger manueller Kraftakt ist, haben wir uns gemeinsam den Interlinks Manager angesehen, ihn installiert und konfiguriert. Dadurch wird bei vielen Teilnehmern nun ein Großteil der internen Links automatisch gesetzt und die BeitrĂ€ge und Seiten können in Google besser ranken.

Inhaltsverzeichnis und Content-Struktur

Im Verlauf der Tage haben wir uns auch ĂŒber Content-Struktur unterhalten. Was jeder inzwischen nutzt, ist das Inhaltsverzeichnis (auch beim Recap oben zu finden) und löst es zum Beispiel ĂŒber Table of Content Plus als Plugin. Dies haben wir korrekt konfiguriert damit etwa keine Unterstriche mehr, sondern nur Bindestrich als Trennzeichen verwendet werden und nur Kleinschrift genutzt wird. Ist eben sauberer. Ordnung muss einfach sein, egal ob in der Technik oder im Content.

Inhalte und Struktur

Auch sprachen wir ĂŒber Elemente die ruhig gezielt in BeitrĂ€gen genutzt werden sollten:

  • Textabschnitte
  • ZwischenĂŒberschriften
  • Bilder
  • Videos
  • Tabellen
  • AufzĂ€hlungen

Das sind nur ein paar Beispiele. Oft können nur Inhalte integriert werden wie Charts, Umfragen usw.

Termgewichtung und Textanalyse

Am Samstag, als praktisch viele Köpfe schon voll waren von all den anderen Inhalten und Infos zwischen den Zeilen, ging es um Textanalysen und Termgewichtung. Sprich, es ging darum, wie ein Text inhaltlich aufgebaut sein muss, damit er sich in Google – unabhĂ€ngig vom Wettbewerb – als bestes Dokument zu einem Thema beweist und dadurch auf die vorderen Positionen kommt. Denn ja, Content und deren QualitĂ€t ist mit ausschlaggebend fĂŒr gute Rankings. Backlinks dĂŒrfen auch nicht fehlen, sind aber auch nicht ĂŒber zu bewerten.

In manchen Momenten hatte ich schon das GefĂŒhl das den Backlinks eine zu große Bedeutung gegeben wird. Ich will sie nicht kleinreden, denn Links sind mit der grĂ¶ĂŸte Hebel in der Suchmaschinenoptimierung. Aber eben nur „mit“ und nicht alleinig.

Zusammen haben wir uns Beispiele der einzelnen Blogs angeschaut. Eine Analyse der Terme gemacht und besprochen was notwendig ist – und wie es funktioniert – damit die BeitrĂ€ge in Google noch besser ranken. Nur durch Worte die Mehrwert schaffen. Ich bin happy darĂŒber, wie gut diese 3 oder 4 Stunden in denen wir uns fast nur um diese Thematik gekĂŒmmert haben, bei allen Teilnehmern angenommen wurden. Und auch hier glaube ich daran, dass die Teilnehmer jetzt einen deutlichen Wissensvorsprung gegenĂŒber anderen Bloggern haben!

Geld verdienen / Arbeiten als Blogger

Zwar kam das Thema etwas kurz, was auch wirklich der Zeit geschuldet war. Dennoch haben wir uns einige Beispiele angesehen wie sich als Reiseblogger bzw. Blogger generell Geld verdienen lĂ€sst, ohne dabei den Lesern den Spaß am Inhalt zu rauben. Ganz im Gegenteil, es gibt auch Wege die sogar fĂŒr noch mehr Wertigkeit bei den Inhalten sorgen und wodurch gerade dann ein bisschen Geld in die Kasse kommt.

WeiterfĂŒhrend ging es auch immer mal ums hauptberufliche Arbeiten als Blogger. Wie sich das realisieren lĂ€sst und was dazugehört. Ich möchte es hier im Recap zur Reiseblogger WG nicht zu sehr thematisieren. Es wird in den nĂ€chsten Wochen hier im neuen Projekt noch einige BeitrĂ€ge dazu geben. Und wenn Fragen dazu sind, einfach raus damit.

GrundsÀtzlich finde ich es aber wichtig das es in der WG auch im die Themen geht wie:

  • Möglichkeiten zum Geld verdienen (Partnerprogramme, AdSense, Sponsorings etc.)
  • Akquise von Werbepartnern und Sponsoren
  • Optimalen Nutzen aus Produkten und Inhalten ziehen
  • Kooperationen mit anderen Bloggern
  • Brand Building – also Markenaufbau fĂŒr sich als Person und Blog
  • Networking in der Szene und darĂŒber hinaus

NatĂŒrlich ist Werbung in Blogs nicht in jeder Form gut und fördert auch nicht immer das Einkommen. Macht man es richtig, ist es zwar immer noch eine Herausforderung um in Vollzeit zu Bloggen, aber es ist möglich und fĂŒr jeden machbar. Bewertet am Interesse der teilnehmenden Blogger, kann ich Max hier nur empfehlen, in den kommenden WG-Terminen durchaus intensiver aufs Thema „Bloggen als Beruf“ und den damit verbundenen Themen einzugehen. SelbstverstĂ€ndlich nur dann wenn es in der WG nicht eigentlich nur um Museen geht.

Media Kits / Presseseiten

Media Kits sind heute ziemlich beliebt und haben sich inzwischen bei Bloggern rumgesprochen. Von den Reisebloggern hatte jeder ein Media Kit in seiner eigenen Form und Art. Wir haben diese angeschaut, gegenseitig Feedback gegeben und sie verbessert, damit noch mehr Kooperationen zustande kommen.

Zusammenfassend lÀsst sich sagen: Media Kits sollten kurz, knackig, beschreibend und mit Zahlen untermauert sein. Dann klappt es auch.

Etliche weitere Themen haben wir in den Tagen besprochen und sie jetzt im Recap alle zu behandeln wĂ€re zu viel. Wer sich fĂŒr solche Themen interessiert, schreibt sich die Reiseblogger-WG in Zukunft vielleicht etwas weiter oben auf die PrioritĂ€tenliste und sorgt rechtzeitig fĂŒr seinen Platz. Ich kann es nur empfehlen und mal sehen wann es zeitlich wieder passt, damit auch ich nochmal dabei bin.

Freizeit-Themen

Ich bin im Grunde kein Typ der gerne ins Museum geht. Und dennoch, die Touren durch die Museen von WolfenbĂŒttel haben Spaß gemacht. Es war teilweise wirklich beeindruckend. Auch die Kulisse in der Stadtbibliothek ist schon eine ganz besondere. Dank der „echt lessig“-Karte die uns allen zur VerfĂŒgung stand, konnten wir ĂŒberall kostenfrei rein und hatten außerdem noch eine StadtfĂŒhrung.

StadtfĂŒhrung in WolfenbĂŒttel

Dazu muss ich einfach was sagen. Ich bevorzuge es, wenn eine StadtfĂŒhrung von einer Person gefĂŒhrt wird die sich mit ihrem Beruf und der Stadt identifiziert. Soweit traue ich das der kennengelernten Person noch zu. Nur fehlte ein weiterer wichtiger Punkt: Motivation. Die habe ich vermisst. Thematisch war es fundiert. Die Stimmung jedoch war kĂŒhl. Themen wurden dann, wenn sie spannend wurden, schnell abgelöst durchs nĂ€chste Thema. Da die Stadt- bzw. Touristeninformation ja von uns als Gruppe Blogger wusste, hĂ€tte ich mir gewĂŒnscht das wir eine StadtfĂŒhrung von einer motivierten Person erhalten.

Klein Venedig in WolfenbĂŒttel

Was uns gezeigt wurde fand ich klasse. Tolle Bauten, schöne Hintergrundinformationen zur Stadt WolfenbĂŒttel, seiner Geschichte und Menschen. Egal ob „Klein Venedig“, die Wasserspiele, das zweitschmalste Haus des Landes oder der Rosenwall 😉 es hatte schon wirklich seine Reize und ich fand die Zeit auch gut investiert. Allerdings, wie es ein Teilnehmer auch sagte: StadtfĂŒhrer muss Stadt und Geschichte verkaufen! Das gelang nicht – ganz zu Unrecht von WolfenbĂŒttel.

Die beste Spargelcremesuppe

Sorry aber ein Highlight was ich nicht vergessen werde: die beste Spargelcremesuppe die ich bisher gefuttert habe. Zwar habe ich vor lauter ÜberwĂ€ltigung kein Foto davon, aber wenn jemand prinzipiell auf Spargel steht, dann bei Gelegenheit ins Restaurant Schloss-SchĂ€nke. Aktuell direkt hinter der Baustelle. 😉

Discgolf / Frisbee Golf

Plastikteller durch den Park werden. Kann ich! Ziemlich verwundert haben wir geschaut als Max um die Ecke kam und sagte, wir wĂŒrden Disc-Golf spielen gehen. Wird auch Frisbee Golf genannt. Aber nachdem wir wussten was es war und im Park bereits die Sonne ihre VorzĂŒge prĂ€sentierte, konnte es losgehen. Wir warfen mit Frisbee-Scheiben von definierten Abwurfstellen (die haben bestimmt einen Namen) in die 80 bis 130 Meter entfernten Fangkörbe.

Frisbee Golf / Discgolf WolfenbĂŒttel

Wie viele WĂŒrfe erlaubt sind stand immer ab Abwurfplatz. Ob wir uns daran hielten bleibt jetzt unbeantwortet. Spaß hat es gemacht und danach sind wir „langsam“ wieder zurĂŒck ins JugendgĂ€stehaus.

FrĂŒhstĂŒck, Mittag und Abendessen

Gespeist haben wir fĂŒrstlich beim FrĂŒhstĂŒck direkt im JugendgĂ€stehaus. Bis auf den Kaffee ist dort alles lecker und reichhaltig vorhanden. Brot, Brötchen, Wurstplatten, KĂ€ste, Joghurt, RĂŒhrei, Spiegelei, Tee, Orangensaft usw.

Essen in WolfenbĂŒttel

Mittags gingen wir entweder in der Stadt essen oder haben ebenfalls das Angebot im JugendgĂ€stehaus angenommen. Und in dem Moment wo Kassler auf der Karte stand, verschwand ich fĂŒr einen Moment beim Asiaten um mir was Richtiges zu Essen zu holen. Zudem gab es die Premiere: Peters erstes Mal im Subway. 😉 Hungern musste keiner.

Fazit

Reiseblogger-WG und ich? Ich weiß nicht. In WolfenbĂŒttel fand ich das prima und es waren nur ein paar Tage. Das Format „Reiseblogger WG“ ist wirklich toll und wenn es in Irland, Italien, Portugal, Schweden, Spanien, Russland, Belgien und der Schweiz auch zudem noch vordergrĂŒndig um die Erlebnisse vor Ort geht, ist das fĂŒr Reiseblogger ein Traum. Ich bin eher der Mensch der gerne ĂŒbers „Bloggen, Marketing und den Beruf“ spricht und sich dazu austauscht. Das war bei diesem Termin der Fall und deshalb passte ich gut dazu. Da Max aber flexibel ist und auch in Richtung „Blogger-WG“ als offenere Variante denkt, hoffe ich sehr darauf auch in Zukunft bei einer WG dabei zu sein. 🙂

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Max, Peter, Beate, Ulrike und Luisa, fĂŒr die tollen Tage in WolfenbĂŒttel. Es ist schön, mit neuen Kontakten aus so einem Event zu gehen und zu wissen, dass wir alle gegenseitig voneinander profitieren konnten.

2 Kommentare

  1. Ich danke dir fĂŒr deine Teilnahme, Soeren!
    FĂŒr deinen Input, und fĂŒr dein Recap.
    Und vielleicht zeige ich dir eines Tages die Museen in Irland. Und sie begeistern dich plötzlich genauso, wie sie es in WolfenbĂŒttel getan haben. Und wenn nicht:
    Die Zahl der Kurz-WGs wird steigen. Und dafĂŒr musst du mit deinem Fahrrad nicht immer so weit fahren.
    Ich wĂŒrde mich freuen, wenn du wieder dabei wĂ€rst. Irgendwann in der Zukunft!
    Gruß,
    Max

    • Zur einer der kommenden Kurz-WGs, wie es die in WolfenbĂŒttel war, kriegst du mich ganz bestimmt auch in Zukunft. Das hat echt Spaß gemacht und gefĂ€llt mir vom Format sehr gut. 🙂

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